Ansprechpartner Energiemanagement

Dr. Ralf Freise

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Neuigkeiten zum Thema Energiemanagement

19.05.2016

Energieaudits - Rückblick und Ausblick

Wie geht es bis zum nächsten Audittermin weiter? [mehr]


03.12.2015

Energiemanagement der GUT

Unsere Pläne zur Reduzierung des Energieverbrauchs [mehr]


03.12.2015

Energieaudits in KMU

Obwohl noch nicht verpflichtend, lohnt sich ein Energieaudit auch für diese Unternehmen [mehr]


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Energiemanagementsysteme- DIN EN ISO 50001

Was?

Die DIN EN ISO 50001 ist eine weltweit gültige Norm, die im Juni 2011 veröffentlicht wurde und deren deutsche Fassung im Dezember 2011 erschien.
Sie soll Unternehmen dabei helfen, ein Energiemanagementsystem zur Verbesserung der energiebezogenen Leistung aufzubauen, um die Energiekosten und unerwünschte Umweltauswirkungen wie Treibhausgase zu verringern.

Die Norm kann in ISO 9001 (Qualitätsmanagementsysteme) und ISO 14001 (Umweltmanagementsysteme) integriert werden, da ihre Struktur gleich ist und sie ebenfalls auf dem PDCA-Zyklus basiert.
Dieser PDCA- Zyklus ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, der sich im Fall des Energiemanagements aus den Phasen Energiepolitik und -planung (Plan),  Einführung und Umsetzung (Do), Kontrolle (Check) und Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen (Act) zusammensetzt.

Wozu?

Ein EnMS hilft Energieverpflichtungen einzuhalten, notwendige Maßnahmen zur Verbesserung der energiebezogenen Leistung zu ergreifen und ist mit einer Vielzahl an Vorteilen für das Unternehmen verbunden:

  • Energiekostenreduktion durch Energieverbrauchsreduktion und energieeffizientere Technologien, Produkte und Dienstleistungen
  • Klimaschutz
  • Steuervergünstigungen: nach dem BMF-Entwurf zum Strom- und Energiesteuergesetz bedarf der Spitzenausgleich ab 01.01.2013 eines Energiemanagementsystems
  • Vermeidung von Energieversorgungsengpässen und Erlangen größerer Unabhängigkeit bei der Energieversorgung
  • verbesserte Produktivität von Anlagen, Maschinen und Beschäftigen und die Anwendung der erworbenen Energieeffizienz-Kenntnisse auf alle Produktionsstandorte
  • Verbesserung des Risiko- und Krisenmanagements etc.

Wie?

Zunächst wird durch Energiemanagementsystem eine Energiepolitik entwickelt und eingeführt, in deren Rahmen strategische und operative Energieziele sowie Aktionspläne festgelegt werden.

Bei der Umsetzung der Energiepolitik spielt u.a. die Stärkung des Bewusstseins und der Fähigkeiten der Mitarbeitenden bezüglich des Themas „Energie“ eine große Rolle. Dazu ist eine gute organisationsinterne Kommunikation bezüglich der energiebezogenen Leistung und des EnMS erforderlich.
Die Vorgänge innerhalb des EnMS sind zu dokumentieren und Abläufe und Instandhaltungsaktivitäten sind zu planen, sodass sie unter festgelegten Randbedingungen ausgeführt werden können.
Zur Verbesserung der energiebezogenen Leistung ist sowohl über den Einsatz effizienterer Produkte bzw. Dienstleistungen nachzudenken, als auch über die Zusammenarbeit mit der Lieferantenkette, deren energiebezogenes Verhalten beeinflusst werden kann.

Der gesamte Managementprozess soll durch Überwachung, Messung und Analyse der Merkmale, welche die energiebezogene Leistung bestimmen, sowie durch eine interne Auditierung fortlaufend kontrolliert werden. Bei Nicht- Erfüllung von Anforderungen müssen Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen vorgenommen werden.

Letztendlich erfolgt die Prüfung des Energiemanagements durch das Top- Management.
Ergebnisse des Management- Reviews müssen u.a. alle Entscheidungen und Maßnahmen bezüglich der Veränderung der energiebezogenen Leistung, der Energiepolitik und strategischer und operativer Ziele enthalten, sodass es zu einer kontinuierlichen Verbesserung des Energiemanagementsystems kommen kann.

EnMS als Voraussetzung für den Spitzenausgleich ab 2013

Nach einem Referententwurf des BMF müssen Betriebe ab 2013 ein Energiemanagementsystem aufbauen und ab 2015 vorweisen, um den Spitzenausgleich zu erhalten.